| |

Die Kunst des Ins-Bett-Bringens – Familienalltag mit dem kleinen Panda

Mutter mit Baby beim Ins-Bett-Bringen

19 Uhr und damit Zeit den kleinen Panda ins Bett zu bringen. Ein Moment, auf den ich mich jeden Abend freue – zumindest in der Theorie. In meinem Kopf läuft der Ablauf reibungslos ab: Abendessen, Baden, Schlafanzug, Stillen, ins Bett, Einschlafen. Doch die Realität sieht meist ganz anders aus.

Nach einem meist chaotischen, aber erfüllenden Tag beginnt die Abendroutine mit einem herzlichen Lächeln und einem erleichterten Seufzen meinerseits. „Jetzt beginnt der ruhige Teil des Tages“, sage ich mir innerlich. Der kleine Panda hat gerade zufrieden sein Abendessen verspeist – manchmal mit mehr Essen auf dem Boden als im Mund – und wir machen uns auf den Weg ins Badezimmer. Gedanklich bin ich schon beim ins Bett bringen.

Das Baden ist oft ein fröhliches Plansch-Abenteuer. Spielzeug fliegt durchs Badezimmer, das Wasser landet überall, und mein Rücken wird nass – aber das Lachen meines Sohnes macht jeden Tropfen wert. Nach dem Bad wickeln wir ihn in ein weiches Handtuch, kuscheln kurz, bevor der Kampf mit dem Schlafanzug beginnt. Mal ist er begeistert, mal turnt er lieber nackig durch die Wohnung.

Doch dann, irgendwann zwischen 19:30 Uhr und 20:00 Uhr, deutet sich an, dass es langsam Zeit fürs Schlafen wird. Er reibt sich die Augen, gähnt und wird ein wenig quengelig – Zeichen, dass sein kleiner Körper Ruhe braucht. Aber schlafen gehen? Nicht mit ihm. Spielen macht schließlich viel mehr Spaß. Er krabbelt nochmal los, testet alle Schubladen, versucht, sich an Möbeln hochzuziehen – und ich folge ihm mit geduldiger Hartnäckigkeit.

Ich weiß, er braucht Schlaf. Ein müdes Baby ist ein Baby, das sich erholen muss. Also lasse ich ihn noch ein bisschen spielen – vielleicht zehn Minuten länger. Denn ich habe gelernt: Nur ein zufriedenes Kind schläft später ruhig. In dieser Zeit spiele ich mit, beobachte, lache, halte ihn davon ab, sich wagemutig vom Bett zu stürzen und animiere ihn sanft in Richtung Abendritual.

Schließlich kommt der Moment: Er ist bereit. Ich nehme ihn in den Arm, wir kuscheln uns hin und ich stille ihn. Es ist diese magische Zeit, in der die Welt für einen Moment stehen bleibt. Seine kleinen Finger spielen mit meiner Hand, seine Augen werden schwer. Ich wiege ihn leicht, lehne mich an das Kopfende des Bettes während ich ihm leise ein Schlaflied vorsinge.

20:00 Uhr. Die Augen fallen zu. Er schläft fast. Ich wage kaum zu atmen, während ich mich langsam auf das Bett träume, einen
Glas Wasser und ein paar Minuten Ruhe im Kopf. Doch dann, ein Geräusch. „Schläft er schon?“ Mein Mann flüstert aus dem Türrahmen. Und der kleine Panda? Er öffnet strahlend die Augen. Natürlich. Ich atme tief durch und kämpfe gegen das spontane Bedürfnis, ein Kissen zu werfen.

Wie wir mit der Angst vor dem Staubsauger umgehe: Der Staubsauger und der kleine Panda – 5 Erkenntnisse über Angst & Vertrauen

„Bitte geh raus“, flüstere ich mit angespannter Stimme. Mein Mann macht einen Rückzieher – zu spät. Der Moment ist vorbei. Der Panda ist wieder wach und voller Energie. Also: Stillen, Kuscheln, Singen – alles von vorn.

Dies ist die Kunst des Ins-Bett-Bringens. Ein Tanz zwischen Müdigkeit und Spiel, zwischen Geduld und innerem Augenrollen. Aber irgendwann schläft er dann doch. Friedlich. Ruhig. Und ich sitze daneben, beobachte sein kleines Gesicht und spüre, wie sich mein Herz mit Liebe füllt.

Denn trotz aller Herausforderungen liebe ich genau diese Momente. Sie gehören zu unserem Familienalltag. Sie erzählen unsere Geschichte. Und ich weiß: Ich bin nicht allein. Viele Eltern kennen dieses Gefühl, diese Mischung aus Erschöpfung, Liebe und einem Hauch Wahnsinn.

Was hilft mir an solchen Abenden? Eine feste Routine, viel Humor und die Bereitschaft, jeden Abend neu anzunehmen, wie er kommt. Kein Kind schläft jeden Abend gleich. Und das ist auch in Ordnung.

Tipps aus unserem Familienalltag für entspannte Abende:

  1. Rituale etablieren: Kinder lieben Wiederholungen. Ein fester Ablauf gibt Sicherheit.
  2. Geduld üben: Auch wenn es schwerfällt – Druck erzeugt Gegendruck.
  3. Sanfte Übergänge: Vom Toben ins Schlafen zu wechseln braucht Zeit. Vielleicht ein ruhiges Spiel oder eine Geschichte als Brücke?
  4. Ruhe ausstrahlen: Kinder spüren unsere Energie. Wenn wir ruhig sind, hilft das auch ihnen, runterzufahren.
  5. Flexibel bleiben: Jeder Tag ist anders. Manchmal klappt alles perfekt, manchmal gar nichts – beides ist okay.

Heute hat es dann doch geklappt. Der kleine Panda schläft. Ich sitze hier, schreibe diesen Beitrag und spüre, wie sich mein Körper langsam entspannt. Die Kunst des Ins-Bett-Bringens ist eine Herausforderung – aber auch ein Geschenk. Ein tägliches Abenteuer voller kleiner Lektionen in Liebe, Geduld und Humor.

Und wenn du gerade diesen Beitrag liest, vielleicht mit müden Augen, während dein eigenes Kind zum x-ten Mal aus dem Bett geklettert ist – dann fühl dich umarmt. Du bist nicht allein.

In Liebe, Mandy

Auch ein interessanter Beitrag: https://www.traeumeland.com/de/blog/einschlafhilfe-baby-7-bewaehrte-tipps-zum-einschlafen.html?srsltid=AfmBOopB_iadS04S8hAowgREYnwFRXzzl-_kH1DKxFwdg-8yvQVySPX0

Ähnliche Beiträge

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert